Es gibt Beziehungen, die halten ewig. FrauvonWelt hat eine. Mit Haiku. Mit Haiku kann sie einfach alles anstellen, was in ihrem wirren Kopf umher fliegt. Haiku sieht gut aus, macht nicht viele Worte, ist zwar mitunter etwas stimmungsanfällig, hat aber dafür Format. FrauvonWelt steht auf so was. Und Haiku ist immer da, wenn FrauvonWelt es will. Hat sie gerade keine Lust auf Haiku, dann ist das auch okay. Es ist Haiku auch ganz egal, wie FrauvonWelt aussieht, ob sie strubbelzauserig aus der Koje schlufft oder supergestylt ins Havanna tippelt. Haiku ist herrlich unkompliziert. Naturverbunden, ehrlich und offen für alles.
FrauvonWelt geht es gut mit Haiku. Die Geschichte ihrer Zusammenkunft, wurde vor langer Zeit geschrieben:
Wenn sie ganz allein ist, draußen nur der leise Regen sein Liedchen säuselt, ihre tränengefüllten Augen das Fleckchen Hoffnung im Wolkengrau längst nicht mehr suchen, sie mit der rechten Hand ruhig den Löffel durch das Wasserglas führt, in dem die Tavortabletten schon nicht mehr zu erkennen sind, wenn sie dann hinaus geht auf den Balkon, weit entfernt von Kälte, die Nässe nicht spürend, das Glas wird voller, Tropfen, Tropfen fallen hinein, laufen über, laufen über Finger, Hände, das Glas zu voll, alles verrinnt, die Frau, die nicht zählen kann, verrinnt gleichsam, das Glas an den Lippen, das Leben schmeckt süß, so süß, trinken, trinken, es ist zu viel, alles zu viel, zu viel, die Schreie zu laut, das Dröhnen im Kopf, Wasser strömt durch alle Adern, nimmt alles mit, taucht die Welt in das gläserne Blau, schimmert schwarz im Asphalt, der alles verschluckt.
Frühlingsabend –
Der Duft von Rosenblüten
Liegt auf den Lippen.
Das war Haiku. Es geht ihr gut mit Haiku.


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